Am 8. Dezember 2011 werden die Grunewalder Gespräche des dbb - beamtenbund und tarifunion - berlin in Kooperation mit der Europäischen Akademie Berlin zum Thema "Die Ausbildung von Lehrern und Verwaltungsfachwirten im Lichte des Bologna-Prozesses" fortgesetzt.Als Bologna-Prozess werden die Bemühungen von 47 europäischen Staaten zum Aufbau eines Europäischen Hochschulraums verstanden: Studiengänge werden umstrukturiert, Bachelor und Master als neue Abschlüsse eingeführt. Dadurch sollen Studiengänge europaweit wettbewerbsfähiger und vergleichbarer werden.
Auch die Beamtinnen und Beamten und die Tarifbeschäftigten des Landes Berlin sind vom Bologna-Prozess betroffen. Im Laufbahngesetz 2011 sind der Bachelorgrad und der Mastergrad als Zulassungsvoraussetzungen für die Laufbahnen vorgesehen. Bei den Tarifbeschäftigten, die eine Fortbildungsprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz abgelegt haben, geht es um die Anerkennung der abgelegten Prüfung nach EU-Recht.
In der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU für die Jahre 2011 bis 2016 wird die Einheitlichkeit des Masterstudiums für alle Lehrämter mit vier Semestern betont. Die Vereinbarung sieht eine Vereinheitlung des Vorbereitungsdienstes für alle Lehrämter auf 18 Monate vor. Für die juristische Ausbildung werden Bachelor- und Masterstrukturen abgelehnt.
Bei den Grunewalder Gesprächen sollen die aktuellen Fragen zur Umsetzung des Bologna-Prozesses im Land Berlin diskutiert werden.
An der Diskussion nehmen Sigurd Romrod, Leiter des Ausbildungszentrums an der Verwaltungsakademie Berlin, Cornelia Racké, ehem. Leiterin des Bologna-Sekretariats, und Jens-Ole Gerecke, Leiter des Geschäftsbereichs Mitbestimmung, Bildung und Innere Sicherheit beim dbb, teil. Die Gesprächsleitung hat Frau Dr. Baumann von der Europäischen Akademie Berlin übernommen. Der dbb berlin wird vom Landesvorsitzenden Joachim Jetschmann vertreten.
Die Grunewalder Gespräche am 8. Dezember finden in der Zeit von 8.00 Uhr und 9.30 Uhr in der Europäischen Akademie Berlin, Bismarckallee 46/48, 14193 Berlin, statt. Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundes- und Landesverwaltung in Berlin können sich sofort unter post@dbb-berlin.de anmelden.