Der dbb berlin setzt sich uneingeschränkt für die Aufhebung des unsinnigen Verbeamtungsverbot für Lehrkräfte im Land Berlin ein. Diese Forderung erneute der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, auf einer Tagung in Zusammenarbeit mit der dbb akademie für Vorstandsmitglieder des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen – vLw – im dbb forum in Berlin-Mitte.
Der Landesvorsitzende des dbb berlin zeigte sich erstaunt über die plötzliche politische Initiative der noch amtierenden Regierungsparteien SPD und Linkspartei zur parlamentarischen Behandlung eines Antrages der Fraktion der CDU „Lehrerinnen und Lehrer in Berlin verbeamten“ vom 14. September 2010 kurz vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 18. September.
Bei der Beratung im Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung Anfang der Woche wurde der CDU-Antrag geradezu parlamentarisch durchgewunken. Nach der Antragsbegründung durch einen Abgeordneten der CDU-Fraktion entgegnete der für Grundsatzfragen des Beamtenrechts zuständige Senator für Inneres und Sport, Ehrhart Körting, inhaltslos und fast beleidigend für die in Berlin tätigen Beamtinnen und Beamten, dass es eine „Endlosdebatte über die Verbeamtung der Lehrerinnen und Lehrer gibt“ und „Lehrkräfte nicht zwingend Beamte sein müssen.“ Eine fundierte Begründung für das Verbeamtungsverbot erfolgte auch von den vier anderen Parteien nicht.
Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion lehnte der Ausschuss für Inneres und Sicherheit den Antrag der Fraktion der CDU ab.
Der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Inneres, Sicherheit und Ordnung folgte genauso kommentarlos der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses in seiner letzten Sitzung am 31. August 2011. Zu Tagesordnungspunkt 35 wurde der CDU-Antrag erneut mit den Stimmen von SPD, Linkspartei, Grüne und FDP abgelehnt.