Der dbb berlin hat vor einem Personalabbau beim Berliner Justizvollzugspersonal gewarnt. Entsprechende Pläne von Finanzsenator Ulrich Nußbaum stellten eine „Gefahr für die Sicherheit" dar.
Nach Informationen der Berliner Morgenpost sollen einige Hundert Stellen gefährdet sein..Modellrechnungen gehen von fünf bis 20 Prozent aus. Im Höchstfalle wären das 600 Stellen. Schon jetzt habe die Senatsjustizverwaltung entschieden, dass neue Auszubildende im Strafvollzug nicht mehr übernommen werden. Als Grund werden "sinkende Strafgefangenenzahlen im Land Berlin und die daraus resultierende Neustrukturierung des Berliner Justizvollzugs" genannt.
Der Berliner dbb Chef Joachim Jetschmann verwies in diesem Zusammenhang auf die hohe Zahl an Beschäftigten, die in den nächsten Jahren in Rente oder Pension gehen. Bis Ende 2017 sind das laut einer Senatsprognose 582 Justizvollzugsbedienstete."Wenn jetzt bis zu 600 Stellen wegfallen sollen, dann droht eine Gefahr für die Sicherheit in den Anstalten", so Jetschmann.
Zusätzlich bereitet Jetschmann der Umzug von 650 Gefangenen von der JVA Tegel in den Neubau im Brandenburgischen Großbeeren Sorgen: "Sollten wirklich viele Stellen bei der Justiz gestrichen werden, befürchte ich gerade beim Umzug einen Engpass beim Personal".