SPD und Die Linke entsprechen Forderung des dbb berlin zur Besoldung der "Zweifachlehrer"

Die Koalitionsparteien haben im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses einen Antrag zur Besoldung der so genannten "Zweifachlehrer" nach Besoldungsgruppe A 13 eingebracht. Damit entsprechen die Fraktionen der SPD und der Linkspartei der bereits am 19. Januar 2011 vom dbb erhobenen Forderung zum Berliner Besoldungsneuregelungsgesetz, das am 9. Juni zur Beschlussfassung dem Abgeordnetenhaus von Berlin vorliegt.

Der dbb berlin hatte in seiner Stellungnahme gegenüber dem Senat zum Entwurf des Berliner Besoldungsneuregelungsgesetzes - BerlBesNG - eine besondere Regelung gefordert, damit Lehrerinnen und Lehrer, die einen Masterstudiengang absolviert und die Erste Staatsprüfung abgelegt haben, wie Lehrkräfte mit fachwissenschaftlicher Ausbildung von mindestens acht Semestern Dauer in zwei Fächern, wenn sich die Lehrbefähigung auf Grund-, Haupt- und Realschulen erstreckt, bei einer dieser Befähigung entsprechenden Verwendung, weiterhin mit ihrem Amt der Besoldungsgruppe A 13 zu geordnet werden.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung stufte diese Lehrkräfte seit Schuljahresbeginn 2010/11 nach Besoldungsgruppe A 12 ein. Anliegen des dbb berlin ist, dass kein weiteres weiteres negatives Signal für künftige Bewerberinnen und Bewerber für den Berliner Schuldienst ausgeht.

Der gemeinsame Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und Linkspartei korrigiert die Verwaltungspraxis und entspricht dem Vortrag des dbb berlin bei der Anhörung des Innenausschusses. Der Antrag stellt nach Auffassung des dbb berlin die Gleichstellung der Lehrkräfte in den verschiedenen Schularten nach der Schulstrukturreform sicher.