Personalfluktuation darf nicht zum Personalmangel bei der Polizei und Feuerwehr führen

Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, warnte vor einem sich ständig erhöhenden Personalmangel bei der Berliner Polizei und der Feuerwehr bis Ende 2017 angesichts des vom Senat von Berlin vorgelegten Berichts über den Bedarf an Außeneinstellungen und über Fluktuationsprognosen für die Hauptverwaltung und die Bezirke.

Die Warnung des Landesvorsitzenden des dbb berlin erfolgte während der Tagung des Landeshauptvorstandes der Deutschen Polizei-Gewerkschaft – DPolG Berlin.

Nach den Feststellungen des Senats werden bis Ende 2017 aus Altersgründen von den 13.514 Beschäftigten im Polizeivollzugsdienst 2.029 aus dem Polizeidienst ausscheiden. Im Polizeiverwaltungsdienst werden von den 4.607 Beschäftigten 1.142 Tarifbeschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte und aus dem kriminalpolizeilichen Dienst werden von 2.910 insgesamt 550 Beschäftigte Ende 2017 nicht mehr im aktiven Dienst sein. Bei der Berliner Feuerwehr scheiden altersbedingt von den 3.664 Beschäftigten 508 Dienstkräfte aus dem Dienst aus.

Für die Polizei und die Feuerwehr besteht somit ein Personalbedarf von 4.229 Neueinstellungen, um die Wahrnehmung der Aufgaben in beiden Bereichen langfristig zu sichern. Die in der Ausbildung für den gehobenen Polizeivollzugsdienst befindlichen 611 Anwärterinnen und Anwärter sowie die 683 Anwärterinnen und Anwärter für den mittleren Dienst und die weiteren 173 POW decken den erforderlichen Personalbedarf nicht ab.