Weiterer Personalabbau in den Bezirken behindert die Dienstleistungen

Vom Zentralen Personalüberhangmanagement - ZeP - wird für die ersten vier Monate im Jahre 2010 ein weiterer Personalabbau durch den Zugang von 196 Dienstkräften zum Personalüberhang in den Berliner Bezirken gemeldet. Die Bezirke Berlins tragen auch 2010 wieder die Hauptlast beim Personalabbau in der Berliner Verwaltung.
 
Seit 2004 bis zum 30. April 2010 stammen von den 9.865 Dienstkräften, die insgesamt dem ZeP als Personalüberhang gemeldet worden sind, 5.887 Dienstkräfte aus den Bezirken. Bis Ende 2010 müssen die Bezirke nach den Sparvorgaben des Senats noch mindestens 466 Dienstkräfte zum Personalüberhang melden.
 
„Die politischen Forderungen nach immer mehr Serviceleistungen der Verwaltungen in den zwölf Bezirken Berlins für die Bürgerinnen und Bürger sind angesichts des permanenten Personalabbaus schon lange nicht mehr zu verwirklichen“, erklärte der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, zu den aktuellen Zugangszahlen beim Personalüberhang.
 
Als besonders bedrohlich bezeichnete der Landesvorsitzende des dbb berlin die Personalsituation im öffentlichen Gesundheitsdienst der Bezirke.

Jetschmann wörtlich: „Zur Beseitigung des Personalmangels im öffentlichen Gesundheitsdienst der Berliner Bezirke muss sofort ein besonderer Einstellungskorridor vom Abgeordnetenhaus zur Besetzung der vorhandenen Planstellen zugelassen werden, um die notwendige Wahrnehmung der Aufgaben im öffentlichen Gesundheitsdienst absichern zu können.“