Landeshauptvorstand des dbb berlin beklagt Untätigkeit des Senats

Auf der Frühjahrstagung des Landeshauptvorstandes des dbb berlin wurde die Untätigkeit des Senats beim längst fälligen Abbau der seit August 2004 bestehenden Besoldungsrückstände bei den Landesbeamtinnen und -beamten heftig beklagt.
 
Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsgewerkschaften und -verbände des dbb berlin äußerten ihr Unverständnis darüber, dass der Senat nach Auslaufen des Solidarpaktes des Jahres 2003 für den öffentlichen Dienst Ende 2009 und Wochen nach der Vereinbarung von Eckpunkten für die Entgeltentwicklung bei den Tarifbeschäftigten immer noch nicht eine Konzeption zur Heranführung der Besoldung an das Niveau der anderen Bundesländer bis Ende 2017 vorgelegt hat. 
 
Die Erörterungen über die Besoldungsrückstände im Land Berlin bei dem kürzlichen beamtenpolitischen Grundsatzgespräch mit dem Innensenator haben keine Erkenntnisse gebracht, die darauf schließen lassen könnten, dass der Senat kurzfristig Vorschläge zum Abbau der Besoldungsrückstände dem dbb berlin als Spitzenorganisation der Beamtinnen und Beamten bis Ende 2017 unterbreitet.
 
Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, erklärte zur Untätigkeit des Senats: "Die Beamtinnen und Beamten im Landesdienst haben wie die Tarifbeschäftigten einen Anspruch darauf, dass ihre Einkommen bis Ende 2017 auf Länderniveau sind. Eine weitere langfristige Benachteiligung der Beamtinnen und Beamten verstärkt die wachsende Vertrauenskrise im Verhältnis zur politischen Führung des Landes. Auch die Beamtinnen und Beamten sind Wählerinnen und Wähler bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im Herbst 2011."