dbb berlin unterstützt Ausbildungsoffensive für den Lehrer-Beruf und mahnt Aufgabe des Verbeamtungsverbots für Lehrkräfte an

Die vom Senat getroffenen Maßnahmen zur Ausbildung junger Lehrkräfte werden vom dbb berlin unterstützt. Die Steigerung der Plätze für den Vorbereitungsdienst und die Kapazitätserweiterung der Studienplätze an den Universitäten sowie die gezielte Werbung von Schülerinnen und Schülern sowie Studentinnen und Studenten mit Migrationshintergrund für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums finden die besondere Anerkennung durch den dbb berlin.
 
„Die Ausweitung der Ausbildungskapazitäten steigert nicht nur die Attraktivität Berlins als Wissenschafts- und Ausbildungsstandort für Studierende, sondern sie schafft auch die notwendigen Voraussetzungen für die Einstellung der dringend benötigten Nachwuchslehrkräfte in diesem Jahrzehnt“, erklärte der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, nach der Vorlage eines Senatsberichts zum drohenden bundesweiten Mangel an Lehrkräften.
 
Die Entscheidung des Senats von 2004, Lehrkräfte nicht mehr zu verbeamten, findet demgegenüber nach wie vor keine Unterstützung beim dbb berlin. Der dbb berlin mahnt daher erneut die Aufgabe des Verbeamtungsverbots für Lehrkräfte in Berlin an, um mittelfristig die Nachwuchsgewinnung im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern für die Berliner Schulen sichern zu können.
 
„Die übertarifliche Vorwegnahme von Gehaltssteigerungen bis zu 1.200 Euro brutto für junge Lehrkräfte ohne mehrjährige Berufserfahrung hat den Konkurrenzkampf um die Nachwuchskräfte mit den anderen Bundesländern erst richtig angeheizt“, stellte der Landesvorsitzende zu der vom Senat gepriesenen Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit des Landes Berlin fest.

„Die anderen Bundesländer bieten durch attraktive Arbeitsplätze für Lehrkräfte im Beamtenverhältnis bessere Berufsbedingungen und Aufstiegschancen als das Land Berlin. Die Vorwegnahme von Gehaltssteigerungen für angestellte Lehrkräfte ist keine dauerhafte Lösung, um in der Konkurrenzsituation über junge Nachwuchs-Lehrkräfte bestehen zu können“, so Jetschmann weiter.