Nach dem Treffen der Senatoren für Inneres und Bildung mit jungen Lehrkräften, die „wegen besserer Verdienstmöglichkeiten in andere Bundesländer abwandern wollen“, fordert der dbb berlin den Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner auf, sich endlich klar und eindeutig für die Verbeamtung der Lehrkräfte einzusetzen.
Die Hinweise des Bildungssenators, „die bestehenden innertariflichen Grenzen sind durch die zusätzliche Zahlung von vierhundert Euro brutto an die neu angestellten Lehrkräfte bis an des Limit ausgeschöpft“, „man nehme die Konkurrenzsituation im Verhältnis zu den anderen Bundesländern ernst“ und wolle „deutliche Verbesserungen für die jungen Lehrkräfte erreichen“, jedoch „die Wege, die man auch gehen könne, müssen juristisch wie finanziell innerhalb des Systems bleiben,“ stuft der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, als hilfslose Aussagen ein. „Die Lehrkräfte in Berlin werden bei solchen Hinweisen mit ihren ernsthaften Anliegen nicht ernst genommen“, so Jetschmann weiter.
Auch die Äußerung des Bildungssenators, „man müsse dafür sorgen, dass die Gehälter der Lehrkräfte bundeseinheitlich geregelt werden“, stößt beim dbb berlin auf Unverständnis. Für die Beamtinnen und Beamten und für die angestellten Lehrkräfte gibt es entweder gesetzliche oder tarifvertragliche Regelungen, die grundsätzlich die vom Bildungssenator geforderte Einheitlichkeit der Bezahlung der Lehrkräfte bereits gewährleisten.
Der Bildungssenator wird vom dbb berlin dringend aufgefordert, sich im Interesse der Berliner Schulen für eine Verbeamtung der Lehrkräfte einzusetzen und auf weitere Verzögerungs- und Verschleierungsmanöver zu verzichten.