Ein „Ende der mageren Jahre“ haben dbb tarifunion und dbb berlin unmittelbar vor der morgigen Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit dem Berliner Senat über die zukünftigen Einkommen der rund 50.000 Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes in der Hauptstadt gefordert. „Wenn Berlins Politiker sich im nächsten Jahr bis zu 300 Euro mehr Abgeordnetendiäten genehmigen, wollen wir im öffentlichen Dienst gleichbehandelt und nicht auf den Nimmerleinstag vertröstet werden. Wir erwarten ein deutlich verbessertes Angebot von Innensenator Körting“, machte Willi Russ, 2. Vorsitzender und Verhandlungsführer der dbb tarifunion, deutlich.
„Nach der Mogelpackung, die der Senat uns in der letzten Verhandlungsrunde Ende September unterjubeln wollte, ist die Stimmung unter den Beschäftigten gereizt“, so Russ, „immerhin tragen sie seit geschlagenen sieben Jahren mit massiven Einkommensverzichten im Rahmen des Solidarpakts zur Berliner Haushaltskonsolidierung bei. Es kann nicht angehen, dass die Politik Wasser predigt und selbst Wein trinkt“, kritisierte Russ.
Joachim Jetschmann, der Vorsitzende des dbb berlin, warnte: „Berlins öffentlicher Dienst hat genug gespart. Wir brauchen endlich wieder Perspektiven, die einen modernen, leistungsfähigen öffentlichen Dienst in Berlin sicher stellen. Dazu gehört insbesondere, dass der deutliche Bezahlungsrückstand zu den übrigen Bundesländern aufgeholt werden muss.“