Landesvorstand des dbb berlin bewertet die Verwendung der Ausbildungsmittel kritisch

Den in der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Abgeordnetenhauses zur Beratung anstehenden Bericht des Senats vom 11. Mai 2009 zur Verwendung der Ausbildungsmittel hat der Landesvorstand des dbb berlin in seiner Sitzung kritisch bewertet. Nach vorliegenden Mitteilungen aus den Verwaltungsbereichen, in denen es (noch) Ausbildungsplätze gibt, ist erkennbar, dass die 2009 vorhandenen Ausbildungsplätze in der öffentlichen Verwaltung entweder nur zum Teil besetzt werden oder die Einstellungskampagnen gestoppt worden sind.

So stellte der Landesvorstand des dbb berlin für die Steuerverwaltung eine Unterauslastung der vorhandenen Ausbildungsplätze von 20 Prozent fest. Im Bereich des Justizvollzuges sind die geplanten Einstellungen von Anwärterinnen und Anwärter für den mittleren allgemeinen Vollzugsdienst sogar für 2009 ausgesetzt worden.

Der dbb berlin bemängelt in dem vorliegenden Senatsbericht über die für 2009 geplante Begründung von ca. 3.000 neuen Ausbildungsverhältnissen Angaben darüber, in welchen Verwaltungsbereichen diese erfolgen sollen.

Allein die zusätzlichen 300 Referendarplätze sowie 889 Lehramtsanwärter im Bereich der Bildungsverwaltung, die 626 neuen Anwärter und Auszubildenden im Polizeibereich und die 103 neuen Anwärter bei der Feuerwehr sowie die Ausbildungsplätze nach der Verordnung über den juristischen Vorbereitungsdienst nehmen fast 95 Prozent der Ausbildungsmittel in Anspruch.

„Damit wird weiterhin vom Senat die Ausbildung in den anderen Verwaltungsbereichen vernachlässigt“, stellte der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, fest.

„Die demographische Entwicklung geht auch an der Berliner Verwaltung nicht vorbei“, so Jetschmann weiter, und der „eine grundlegende Personalplanung unter Berücksichtigung der Altersstruktur der gesamten Berliner Verwaltung forderte“.