Klare Perspektiven für die rund 50.000 Tarifbeschäftigten des
öffentlichen Dienstes in Berlin fordern dbb tarifunion und dbb berlin
unmittelbar vor der morgigen Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit dem
Berliner Senat. „Wir erwarten morgen ein verhandelbares Angebot von
Innensenator Körting, das den Beschäftigten Perspektiven ab 1. Januar 2010
bietet“, so Willi Russ, 2. Vorsitzender und Verhandlungsführer der dbb
tarifunion, „mit dem Eiertanz der letzten Runden muss jetzt Schluss sein.“
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten nach sieben Jahren aktiver
Beteiligung an der Haushaltskonsolidierung des Landes eine deutliche
Verbesserung ihrer Einkommens- und Beschäftigungsbedingungen verdient, betonte
Russ. „Der Weg dorthin ist ganz einfach: Berlin übernimmt den bestehenden
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, angepasst an die
besonderen Gegebenheiten in der Hauptstadt.“ Durch eine Rückkehr Berlins in
die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) könnten die Berliner
Beschäftigten, die im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen
Bundesländern mittlerweile rund sechs Prozent Gehaltsgefälle erdulden müssten,
Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst
halten. „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“, fordert dbb-Verhandlungsführer
Willi Russ.
Joachim Jetschmann, der Vorsitzende des dbb berlin, betont vor Beginn der neuen Verhandlungsrunde, dass die Beschäftigten in dieser Tarifrunde eine unmittelbare Ost-West-Angleichung erwarten: „Sowohl beim Einkommen als auch bei der Arbeitszeit und beim Kündigungsschutz muss der Senat jetzt endlich – immerhin 20 Jahre nach der Wiedervereinigung – gleiches Recht für alle schaffen.“