Der stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb und Bundesvorsitzende der komba gewerkschaft, Heinz Ossenkamp, fordert angesichts der gestrigen Äußerungen von Innensenator Körting im Abgeordnetenhaus über den Ausschluss der Beamtinnen und Beamten von der Anhebung der Gehälter nach Ablauf des Solidarpaktes 2003, dringend „Gerechtigkeit und Perspektiven bei der Besoldung der Berliner Beamtinnen und Beamten“ ein.
Durch die mit einer Broschüre öffentlich gemachte Studie über die Besoldungsrückstände im Land Berlin wurde nach Auffassung der komba gewerkschaft die Einkommenssituation der Beamtinnen und Beamten in Berlin eindrucksvoll beschrieben. Danach ist die Besoldung im Land Berlin am Ende der Einkommensskala in allen Bunderländern. Der Bundesvorsitzende der komba gewerkschaft, Heinz Ossenkamp, stellt dazu fest: „Weil aber gleichzeitig Spitzenleistung verlangt wird, ist dieser Sachverhalt schlicht ungerecht und muss im positiven Sinne verändert werden.“
Weiter heißt es in der Solidaritätserklärung der komba gewerkschaft:
„Das gilt gerade in einer Zeit, wo das Vertrauen der Berlinerinnen und Berliner in die Politik und mindestens im Bereich der Banken weitgehend verloren ist und die Stabilität des öffentlichen Dienstes und sein Ausgleichsfunktion geradezu eine Garantieleistung für die Berlinerinnen und Berliner ist. Weil gilt: Nie war ein funktionierender öffentlicher Dienst in der Gemeinsamkeit von Beamtinnen und Beamten und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern so wertvoll wie heute, wird die komba gewerkschaft den dbb berlin und die gkl berlin mit allen Mitteln bei der Durchsetzung besserer und gerechterer Einkommensbedingungen für die Berliner Beamtinnen und Beamten unterstützen.“
Ossenkamp wörtlich: „Wer hier berechtigte Verbesserungen bei den Grundgehältern, so wie es Innensenator Körting macht, verweigert, schafft Zündstoff für Konflikte, Ärger und Demotivation.“
Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, schloss sich den Forderungen der komba gewerkschaft heute an und sagte: „Der Regierende Bürgermeister und der Innensenator begehen politischen Wortbruch, wenn sie die Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter nach Auslaufen des Solidarpaktes des Jahres 2003 von einer Erhöhung der Gehälter ausschließen wollen.“