Der Bayerische Beamtenbund - BBB - hat anlässlich seiner Sitzung des Hauptausschusses mit großer Bestürzung die hohen Besoldungsrückstände im Land Berlin für die Beamtinnen und Beamten zur Kenntnis genommen.
Dem Hauptausschuss des BBB lag zur Beratung die Informationsbroschüre des dbb berlin zu den Besoldungsrückständen im Land Berlin mit den Besoldungsvergleichen zwischen dem Land Berlin und den Ländern Bayern, Hamburg, Saarland und Thüringen für die Beamtinnen und Beamten in Ämtern der Besoldungsgruppen A 5, A 8, A 10 und A 13 vor.
So bezieht ein verheirateter 35-jähriger Beamter im Land Berlin in einem Amt der Besoldungsgruppe A 5, Stufe 7, ohne Amts- und Stellenzulagen, 160,76 Euro monatlich weniger Besoldung als sein Kollege in Bayern. Unter Einbeziehung der jährlichen Sonderzahlung erhöht sich diese monatliche Besoldungsdifferenz auf 206,31 Euro. In der Besoldungsgruppe A 8 beträgt die Besoldungsdifferenz im Verhältnis der Länder Berlin und Bayern 180,19 Euro/245,48 Euro; in der Besoldungsgruppe A 10 212,60 Euro/310,84 und in der Besoldungsgruppe A 13 267,70/405,31 Euro.
Bayerischer Beamtenbund und dbb berlin sind sich einig, „dass schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen“. Der Vorsitzende des BBB, Rolf Habermann, fordert weiterhin, „dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in allen Bundesländern eine sachgerechte Besoldung in den vergleichbaren Besoldungsgruppen sichergestellt sein muss“.
Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, forderte die Berliner Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfänger/innen auf, sich gegen die Besoldungsrückstände im Land Berlin solidarisch zu wehren.
Der Senat von Berlin und alle im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien werden vom dbb berlin aufgefordert, zum Abbau der Besoldungsrückstände sofortige Initiativen zu ergreifen.