Landeshauptvorstand stellt Weichen für die weiteren Auseinandersetzungen über die Besoldungsrückstände

In der Herbstsitzung des Landeshauptvorstandes des dbb berlin wurden die Weichen für die weiteren gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen zum Abbau der Besoldungsrückstände bei den Beamtinnen und Beamten des Landes Berlin gestellt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsgewerkschaften und -verbände im dbb berlin übten heftige Kritik an der Haltung des Senats, die Beamtinnen und Beamten nach Auslaufen des Solidarpaktes für den öffentlichen Dienst von einem finanziellen Ausgleich der Besoldungskürzungen seit 2003 ab Januar 2010 ausschließen zu wollen. 
 
Die Benachteiligung der Beamtinnen und Beamten im Vergleich zu den Tarifbeschäftigten fördert nach Auffassung des Landeshauptvorstandes den bereits eingetretenen schwerwiegenden Vertrauensverlust bei den Beamtinnen und Beamten im Verhältnis zum Senat von Berlin. Die ständig zurückgehende politische Zustimmung der Beamtinnen und Beamten insbesondere gegenüber der SPD-Berlin wurde nach dem Wahlergebnis bei der Bundestagswahl eingehend vom Landeshauptvorstand des dbb berlin thematisiert.
 
Die Ergebnisse des beamtenpolitischen Grundsatzgespräches mit dem Senator für Inneres und Sport, Dr. Körting, werden am 23. November den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Personalrätekonferenz des dbb berlin vorgetragen werden.
 
Der Landeshauptvorstand des dbb berlin kam überein, die Verhandlungsergebnisse aus den Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am 27. November einer ausführlichen Bewertung im Hinblick auf die Besoldungsrückstände für die Beamtinnen und Beamten in einer weiteren außerordentlichen Sitzung zu unterziehen.