Handlungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes gefährdet

Der Personalabbau in der Berliner Verwaltung hat allein in den letzten 15 Jahren mehrere zehntausende Stellen gekostet. Für das Jahr 2009 sind im Haushalt nur noch 106.600 Vollzeitäquivalente (VZÄ, = Umrechnung der Arbeitszeitanteile auf Vollzeitstellen) vorgesehen. Seit Jahren fehlt in allen Hauptverwaltungen, den Bezirksverwaltungen und den Betrieben des Landes Berlin Personal in erheblichem Umfang. Einer Aufgabenkritik haben sich Senat und Abgeordnetenhaus ebenso verweigert wie einer aufgabengerechten Personalausstattung.

Dramatische Altersabgänge

Beschäftigte am 01.01.2008 88.101,00
= Vollzeitäquivalente 81,968,86
Abgänge 2008 bis 2015 (VZÄ) 19.657,59
das entspricht 24,0 Prozent

Da nicht einmal die Hälfte der altersbedingt oder aus anderen Gründen ausscheidenden Mitarbeiter/innen ersetzt wurde, stieg der Altersdurchschnitt im Berliner Landesdienst mittlerweile auf 55 Jahre. Und die aktuellen Planungen des Senats würden dazu führen, dass der Altersdurchschnitt weiter steigt. Personalabbau und Vergreisung gefährden die Handlungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes der Stadt und damit die sachgerechten Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger.

Geplante Entwicklung des Personals in den Verwaltungen Berlins

Personal in VZÄ 2007 2008 2009 2010 2011
Beschäftigte 110.750 108.410 106.600 104.670 102.260
Ausscheidende 3.500 3.340 3.420 3.960 4.100
Einstellungskorridor 1.160 1.625 1.490 1.550 1.620

Die Politik muss endlich handeln!

Zum Erhalt bzw. zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Verwaltungen und der Betriebe des Landes Berlin fordern dbb beamtenbund und tarifunion berlin und die dbb jugend berlin vom Senat und dem Abgeordnetenhaus:

Flugblatt des dbb berlin (PDF 42,07 KB)