Am 10. Juni 2009 werden zwischen der dbb tarifunion und
Innensenator Erhart Körting offiziell Tarifverhandlungen für die
Berliner Landesbeschäftigten aufgenommen. Darauf haben sich
Gewerkschaften und Senat am 13. Mai 2009 bei einem
Sondierungsgespräch in Berlin verständigt. Damit, so Willi Russ,
Verhandlungsführer der dbb tarifunion, erfülle der Senat eine
zentrale Forderung der Gewerkschaften und der Beschäftigten. Russ:
„Die Berliner Kolleginnen und Kollegen fordern seit langem
Gleichbehandlung mit den Beschäftigten der anderen Bundesländer und
hätten ein weiteres Hinhalten nicht akzeptiert.“
Das Sondierungsgespräch, so Russ weiter, habe in einer guten
Atmosphäre stattgefunden und bereits erste greifbare Ergebnisse
gebracht: „Zu den Themen Manteltarif und Überleitung der
Beschäftigten wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Darüber hinaus
muss der Senat uns jetzt möglichst schnell einen konkreten Plan
vorgelegen, wie und wann er die Bezahlung seiner Berliner
Beschäftigten an das Niveau der anderen Bundesländer heranführen
will. Dazu sitzen wir nämlich hier zusammen – die Unterbezahlung der
Berliner Kolleginnen und Kollegen muss aufhören. Was jetzt zählt
sind keine blumigen Versprechungen, sondern klare Vereinbarungen.“
Die dbb tarifunion fordert vom Berliner Senat, zum 1. Januar
2010 die Regelungen des TV-L bzw. den TVöD einzuführen und eine
entsprechende Überleitung auszuhandeln.
Flugblatt der dbb tarifunion (PDF 78,05 KB)