„Die Stimmung ist unter dem Nullpunkt“, hat der Chef des dbb berlin, Joachim Jetschmann, im Vorfeld seines morgigen Gesprächs mit Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gegenüber dem Tagesspiegel (Ausgabe vom 12. November 2009) die derzeitige Situation im öffentlichen Dienst des Landes Berlin skizziert.
Der Unmut der Berliner Beamten richtet sich vor allem dagegen, dass anders als im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes die Kürzungen des zum Jahresende auslaufenden Solidarpaktes bei ihnen nicht zurückgenommen werden sollen. Das heißt, sie sollen weiterhin Abschläge hinnehmen, während bei den Tarifbeschäftigten Arbeitszeit und Gehalt wieder um 8 bis 12 Prozent angehoben werden. Dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, wirft Jetschmann deshalb Wortbruch vor, weil dies bei den Gesprächen über den Solidarpakt vor sechs Jahren anders verabredet worden sei.
Innensenator Körting hält sich bislang bedeckt. Lediglich die lakonische Feststellung „irgendetwas muss man für die Beamten tun“, ist bislang aus seinem Haus verlautet.