Erste Unterstützung hat der dbb berlin für seine Besoldungsforderungen von Mitgliedern der rot-roten Regierungskoalition erfahren. Wie die Berliner Zeitung vom 5. August 2009 meldet, hat der SPD-Innenexperte Thomas Kleineidam klargestellt, dass die anstehenden Tarifverhandlungen für die Angestellten des öffentlichen Dienstes sich auch auf die Beamten auswirken müssen. Trotz der schlechten Haushaltslage brauchten die Beamten eine Perspektive und eine mittelfristige Angleichung an das Bezügeniveau der anderen Bundesländer. Aus den Reihen der Bundes-SPD kritisierte Klaus-Uwe Benneter das Verhalten des Berliner Senats: „Beamte nur als billige Melkkühe zu begreifen, das geht nicht. Man muss signalisieren, dass man sie ernst nimmt.“
Berechtigt nannte die Vorsitzende der Links-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Carola Bluhm, die Forderungen der Beamten. Fraktionskollege Wolfgang Albers zielte mit seiner Feststellung, „dauerndes Vertrösten ist mit Sicherheit keine Lösung“ in die selbe Richtung. Eine „Basta“-Politik des Senats sei unvernünftig, „das schüre nur Widerstand in den Verwaltungen“.
Den Protesten des dbb berlin angeschlossen hat sich der Deutsche Richterbund und ebenfalls eine „deutliche Anhebung“ der Bezüge gefordert. Der Landesvorsitzende des Richterbundes rechnete vor, dass ein Berufsanfänger in der Stadt ein Nettostundenlohn von etwa 12 Euro erhalte: „Junge Richter werden in Europa nur noch in Moldawien schlechter bezahlt“.