Der Kampf gegen die Verbeamtung der Lehrkräfte muss aufgegeben werden

Nachdem der Regierende Bürgermeister auch eine Initiative zur einheitlichen Gewährung von Zulagen nach § 16 Absatz 5 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) vom 12. Oktober 2006 und eine Erhöhung der Personalmittel im Bildungsbereich für den nächsten Doppelhaushalt 2010/2011 für angestellte Lehrkräfte angekündigte, forderte der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, den Senat und die Koalitionsparteien auf, ihren Kampf gegen die Verbeamtung der Lehrkräfte in Berlin endlich aufzugeben.
 
Die Ankündigungen des Regierenden Bürgermeisters werden nach Auffassung des dbb berlin die vom Senat selbst verschuldeten Probleme bei der Personalgewinnung und der Ausstattung der Berliner Schulen mit geeigneten Lehrkräften nicht zu befriedigenden Lösungen führen. Auf absehbare Zeit ist nicht zu erwarten, dass alle 16 Bundesländer eine gemeinsame Haltung zur Höhe der tarifvertraglich möglichen Zulagen für Lehrkräfte einnehmen werden. Dafür sind die Interessenlagen der Bundesländer nach Einschätzung des dbb berlin zu unterschiedlich.
 
„Der Senat und die Koalitionsparteien müssen ihren Kampf gegen die Verbeamtung der Lehrkräfte in Berlin endlich aufgegeben, damit schnellstmöglich potenzielle Bewerberinnen und Bewerber für ein Lehramt in Berlin den Beschäftigungsstandard im Beamtenverhältnis erwarten können. Die Verbeamtung den angestellten Lehrkräfte ist sofort zu ermöglichen, um eine Abwanderungswelle der jungen Lehrkräfte in andere Bundesländer zu verhindern,“ forderte weiter der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann.