Berlins
Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit, kriegt gerne Besuch. Anders ist
nicht zu erklären, dass er immer noch kein anständiges Angebot vorgelegt
hat. Er will also den Konflikt. Am 29. Mai hat er ihn wieder bis vor die
„Haustüre“ bekommen. Da haben ihn weit mehr als 10.000 Beschäftigte des
Öffentlichen Dienstes in Berlin vor dem Roten Rathaus „besucht“. Das Wetter
war zwar deutlich besser als beim letzten „Besuch“ im April, die Stimmung
aber deutlich schlechter.
Zu deutlich haben Wowereit, Sarrazin und Körting, treu assistiert von der LINKEN, den Beschäftigten gezeigt, wie wenig sie ihnen Wert sind. Deshalb wächst die Wut. Deshalb wächst die Entschlossenheit. Dabei wechseln sich kleine und große Aktionen ab. Nach der Demo vor dem Roten Rathaus plant die dbb tarifunion weitere Aktionen. „Wir haben einen langen Atem. Wir haben berechtigte Forderungen. Und wir haben die Bürger hinter uns. Die wollen nämlich auch einen guten und keinen billigen Öffentlichen Dienst. Wenn es also sein muss, kommen wir noch oft zu Besuch vor´s Rote Rathaus“, äußerte sich der Vorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann.