Alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes sind aufgerufen, sich am 26. September 2008, ab 8.15 Uhr vor der Urania (Kleiststraße /Ecke An der Urania 17) in Berlin für etwa eine Stunde an einer Demonstration zu beteiligen. An diesem Tag wird Finanzsenator Thilo Sarrazin als Gastredner bei einer Personalrätekonferenz erwartet: Sagen wir dem Finanzsenator die Meinung! Zeigen wir ihm, dass die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes noch lange keine Ruhe geben! Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, dass ist unsere berechtigte Forderung!
Treffpunkt ist am dbb Info-Mobil vor der Urania. Für ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild bitten wir bereits ca. 15 Minuten vor Demobeginn einzutreffen.
Zu der Personalrätekonferenz hat der Hauptpersonalrat der Beschäftigten in
der Landesverwaltung Berlin eingeladen. Sarrazin wird dort über die mittel-
und langfristige Personalplanung im Öffentlichen Dienst Berlins referieren.
Der Vorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, wird dem Finanzsenator aus
Sicht der Beschäftigten antworten.
Es sei daran erinnert: Herr
Sarrazin glaubt als Mitglied des Senats, der Tarifkonflikt in Berlin sei
erledigt. Mit Einmalzahlungen von je 300 Euro im Oktober 2008 und Oktober 2009
speist er die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst ab. Damit handelt auch er
nach der Devise: Almosen statt fairer Bezahlung. Dagegen haben erst am 15.
September tausende Beschäftigte des Landes Berlin in einem Demonstrationszug
ihrem Unmut Luft gemacht.
Denn für die dbb tarifunion und den dbb
berlin ist der Tarifstreit noch nicht erledigt! Während überall in der
Republik die Beschäftigten im Landesdienst 2,9 Prozent mehr Gehalt bekommen,
gehen ausgerechnet hier in der Hauptstadt der Republik die Uhren langsamer.
Hier gilt nicht die Regel, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird.