Mit Fax vom 14. Mai 2008 hat der Innensenator des Landes Berlin, Ehrhart Körting, der dbb tarifunion ein „Angebot“ zur Lösung des Tarifkonfliktes im Land Berlin gemacht. Er schlägt vor, für das Jahr 2008 eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro an jeden Beschäftigten auszuzahlen. Für das Jahr 2009 stellt er dies auch in Aussicht, wenn es die Haushaltszahlen zulassen. Gleichzeitig schlägt er als Gesprächstermin den 16. Mai 2008 vor.
„Es ist schön, dass der Innensenator jetzt auch schon feststellt, dass die Beschäftigten im Land Berlin mehr Einkommen brauchen. Dass er jetzt die Höhe der bereits vor einigen Wochen in Aussicht gestellten Einmalzahlungen beziffert, sehen wir grundsätzlich erst mal als positiv an“, kommentiert Willi Russ, 2. Vorsitzender der dbb tarifunion und Verhandlungsführer in diesem Tarifstreit, die Körting-Offerte. „Jedoch muss auch gesehen werden, dass die Höhe der Einmalzahlungen meilenweit von dem entfernt ist, was wir fordern. Wie wir mit der Offerte umgehen, müssen wir jetzt bewerten“, so Russ weiter.
Die dbb tarifunion fordert für die Beschäftigten des Landes Berlin die Übertragung der Tarifergebnisse von TV-L und TVöD sowie drei Einmalzahlungen à 300 Euro. Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, sprach sich unmittelbar nach Eingang der Tarifofferte des Senats für die Wahrnehmung des Verhandlungstermins am 16. Mai aus und betonte, „dass besonders die Beschäftigten in der unteren Hälfte der Einkommensskala nicht mit den vorgeschlagenen Einmalzahlungen einverstanden sein können.“