Beamte fordern Gleichbehandlung

 Nach dem Tarifabschluss für die Arbeiter und Angestellten gibt es erste Verärgerung, weil der Innensenator es offenbar für die Beamten bei einer Einmalzahlung von 300 Euro im nächsten Jahr belassen will. "Bisher gilt der Gleichheitsgrundsatz. Was die Angestellten im Solidarpakt weniger bekommen haben, haben auch die Beamten weniger erhalten. Wenn es jetzt mehr gibt, muss es auch mehr für die Beamten geben. Sonst rutschen sie weg." stellte der Vorsitzende des dbb berlin Joachim Jetschmann klar.

 Der dbb berlin wird die Forderung nach Gleichbehandlung in Kürze in einem beamtenpolitischen Grundsatzgespräch mit Innensenator Körting stellen. Außerdem will Jetschmann erneut die Verbeamtung der Lehrkräfte in Berlin einfordern. Diese Forderung entspreche auch dem Votum der Studienreferendare und Lehramtsanwärter auf einer Personalversammlung. Anders ließen sich die Personalprobleme der Berliner Schulen nicht lösen. Den Vorschlägen auf Zahlung einer Zulage für angestellte Lehrkräfte erteilte der Landesvorsitzende des dbb berlin eine Absage, da damit das einheitliche Tarifrecht der anderen 15 Länder nur ausgehebelt werden würde. Zudem wird das tarifpolitische Ziel, das Land Berlin an das Tarifrecht der Länder heranzuführen, ad absurdum geführt.

Denn auch bei den Lehrern gibt es erheblichen Missmut , weil zwischen den Gehältern  verbeamteter und angestellter Pädagogen ein erhebliches Gefälle besteht. Schon jetzt zeichne sich ab, dass jungen Pädagogen künftig nach dem zweiten Staatsexamen Angebote aus anderen Bundesländern bevorzugen werden. Die Berliner Bildungsverwaltung werde bei einer Fortsetzung der gegenwärtigen Politik einem erheblichen Bewerbermangel gegenüberstehen.