Auf Anregung des dbb berlin fand am 4. Juli 2008 das 1. Informationsgespräch mit der für die zentrale Steuerung der Verwaltungsmodernisierung zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und den Gewerkschaften statt.
Nach einer Kurzerläuterung des 1. Fortschrittberichts des Senats zum aktuellen Modernisierungsprogramm ServiceStadt Berlin vom 17. Juni durch den zuständigen Abteilungsleiter Zentraler Service betonte der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, das Interesse an einem ständigen Informationsaustausch. In diesen Informationsaustausch sind auch alle Beschäftigtenvertretungen in der Berliner Verwaltung einzuziehen.
„Der Verzicht des Senats, die Einzeldarstellungen der Reformvorhaben nicht zu veröffentlichen und damit den Beschäftigtenvertretungen vorzuenthalten, wird vom dbb berlin missbilligt“, führte der Landesvorsitzende des dbb berlin während des Gesprächs weiter aus. Zum von der Senatskanzlei verantworteten Projekt „Förderung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Verstärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ forderte der Landesvorsitzende des dbb berlin weitere Informationen ein, da in der gesamten Berliner Verwaltung zu beobachten ist, dass die Übertragung staatlicher Aufgaben auf freie Träger durch den Senat eine hohe Priorität hat.
In dem Informationsgespräch wurde die Erweiterung des elektronischen Rechtsverkehrs vom dbb berlin gefordert. Die dafür zuständige Senatsverwaltung für Justiz wurde ermuntert, sich dieser Kommunikationsmöglichkeiten in naher Zukunft zu bedienen.
Im Hinblick auf die Weiterentwicklung des bisherigen „Berlin Telefons 900“ zur zentralen Servicenummer „115“ wurde vom dbb berlin begrüßt, dass sich inzwischen fast alle Bezirksbürgermeister/innen für die Einführung der einheitlichen Servicenummer „115“ ausgesprochen haben. Besonderen Wert legte der Vertreter des dbb berlin auf die Einbeziehung aller Mitarbeiter/innen in dieses für die Kommunikation zwischen Bürger/innen und Entscheidungsträgern der Verwaltung und Gerichte wichtige Reformprojekt.
Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, regte auch an, vor Aufnahme der Evaluierung der Vorschriften über die dienstlichen Beurteilung der Beamtinnen und Beamten im Herbst 2008 ein Projekt durchzuführen, dass die Beurteilungsrichtlinien untersucht, ob sie den Vorgaben des gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms des Senat und dem Prinzip des Gender-Mainstreamings entsprechen.