Jetschmann fordert 25 Prozent mehr Personal für Berliner Justizvollzug

Der Vorsitzende des dbb berlin Joachim Jetschmann hat 800 bis 1000 zusätzliche Bedienstete für den Berliner Justizvollzug gefordert. Das entspricht einer Personalerhöhung von rund 25 Prozent.

In einem Interview mit Spreeradio Berlin zum Angriff eines Insassen der Justizvollzugsanstalt Tegel auf mehrere Vollzugsbeamte warf Jetschmann der Politik vor, die Vielzahl der Vorfälle in Berliner Justizanstalten zu ignorieren und den Vollzug zu vernachlässigen. 'Die Kolleginnen und Kollegen setzen Tag für Tag ihr Leben und ihre Gesundheit für das Land Berlin aufs Spiel', beschrieb Jetschmann die Situation in den Haftanstalten.

Mit der gegenwärtigen Personalausstattung könne der Justizvollzug seine gesetzlichen Aufgaben kaum mehr wahrnehmen. So seien lediglich 5 Bedienstete für 244 Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Tegel eingesetzt. 'Dies ist ein absolutes Missverhältnis. Wir sind am Rande unserer Kapazitäten,' so der Berliner dbb Chef. Besondere Sicherheitslagen könnten mit dieser Personalausstattung fast nicht mehr bewältigt werden
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