| Mindestlöhne in Europa Der 4. Europäische Abend, den dbb und Europa-Union Deutschland gemeinsam am 12. Dezember 2007, 18.00 Uhr, im dbb forum berlin veranstalten, wird das hochaktuelle und politisch brisante Thema Mindestlöhne aufgreifen. Während in Deutschland die Debatte um den Postmindestlohn die große Koalition an den Rand des Scheiterns gebracht hat, haben 20 von 27 EU-Mitgliedstaaten gesetzliche Mindestlöhne. Da ist es Zeit, über den Tellerrand zu schauen. Wie sind die Erfahrungen mit Mindestlöhnen in Europa? Sorgen sie für mehr soziale Gerechtigkeit oder gefährden sie Arbeitsplätze? In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen für Niedriglöhne. Einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn gibt es hierzulande nicht. Sektorale Regelungen über das Entsendegesetz erfassen nur einen Teil der betroffenen Arbeitnehmer. Faktisch ist eine ungewollte Variante des häufig diskutierten „Kombilohns“ schon längst traurige Realität. Denn es sind nicht Wenige, die zusätzlich zu ihrem Lohn staatliche Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen. Obwohl sie 40 Stunden und mehr wöchentlich arbeiten. Anders als beim Mindestlohn, den der Arbeitgeber zu entrichten hat, springt in Deutschland der Steuerzahler in die Bresche. Kritiker des Mindestlohns wenden freilich gegen diesen ein, er zerstöre Arbeitsplätze. Ganz besonders in den neuen Bundesländern. Gastgeber Peter Heesen und Peter Altmaier freuen sich, dass der luxemburgische Arbeits- und Sozialminister François Biltgen auf dem Europäischen Abend reden wird. Für weitere interessante und hochrangige Gäste und eine spannende Podiumsrunde ist gesorgt. Wieder laden der dbb Bundesvorsitzende und der Präsident der Europa-Union im Anschluss an die Veranstaltung dazu ein, die europäische Diskussion im exklusiven Rahmen des dbb club weiterzuführen. |