dbb berlin lehnt besondere Sanierungshilfen der Beschäftigten für den Landeshaushalt ab

Die jüngsten Äußerungen des Finanzsenators über den Ausschluss von Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst des Landes Berlin bis Ende 2009 und die Vorschläge über die Gehaltsabsenkungen ab Anfang 2010 werden vom dbb berlin zurückgewiesen.
 
Der Senat ist bereits aufgefordert worden, Verhandlungen nach § 11 Absatz 2 Satz 2 des Anwendungstarifvertrages vom 31. Juli 2003 aufzunehmen, um Vereinbarungen zur Übernahme der Tariferhöhungen in den anderen Bundesländern, der Bundesverwaltung und den Kommunen in den Jahren ab 2004 bis Anfang 2008 zu treffen.
 
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Beamten und Beamtinnen im Berliner Landesdienst dürfen nicht weiterhin gegenüber den Beschäftigten anderer Bundesländer benachteiligt werden, indem durch die Verweigerung der Übernahme der Ergebnisse der Tarifverhandlungen oder der vorgesehenen Besoldungserhöhungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes außerhalb Berlins ein zusätzlicher Sparbeitrag erbracht werden soll.
 
Die Beschäftigten des Landes Berlin haben ab 2003 mit dem Betrag von jährlich über 500.000.000 € einen entscheidenden Beitrag zur Sanierung des Landeshalts bereits geleistet. Eine Steigerung dieses Betrages wird vom dbb berlin abgelehnt. 
 
Auch die verdeckten Einsparungen im Landeshaushalt durch die Begrenzung der Beförderungen der Beamtinnen und Beamten sowie Versagung von Übertragungen höherwertiger Tätigkeiten bei den Angestellten werden nicht akzeptiert.    
 
Unmittelbar nach den Osterferien wird am 16. April der Landeshauptvorstand des dbb - beamtenbund und tarifunion - berlin über die Entwicklung der Gehälter im öffentlichen Dienst des Landes Berlin beraten.
 
Die über 70 Vertreterinnen und Vertreter der Fachgewerkschaften werden bei ihren Beratungen im Landeshauptvorstand nach einem Bericht des Landesvorsitzenden des dbb berlin, Joachim Jetschmann, zur Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst des Bundes und der Bundesländer über weitere gewerkschaftliche Initiativen entscheiden.