Der Personalmangel in Berliner Haftanstalten ist ein Dauerproblem. Das ist so, weil die Politiker den Strafvollzug nicht Sicherheitsschwerpunkt sehen, sagt der Vorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann, in einem Interview mit der Berliner Zeitung vom 3. September 2007.
In Plötzensee kommt auf jedes der sechs Häuser der Berliner Jugendstrafanstalt lediglich eine Kollegin oder ein Kollege. Je nach Personallage gibt es noch zusätzlich Leute für die Außensicherung, was aber meist nur sehr eingeschränkt möglich ist, führt Jetschmann aus. Die Überwürfe von Drogenpaketen führt der dbb-Landeschef einerseits auf den Personalmangel, andererseits aber auch auf Mängel an der Technik zurück.
Jetschmann fordert die Politik auf, den Strafvollzug als Sicherheitsschwerpunkt anzuerkennen und die Sicherheitslage sowie den Betreuungsaufwand ständig zu überprüfen.