21. Gewerkschaftstag des dbb berlin


Delegierte bekräftigen Anspruch auf Teilhabe an der allgemeinen Einkommensentwicklung

Der Gewerkschaftstag des dbb berlin hat am 21. April 2008 den Anspruch der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin auf Teilnahme an der allgemeinen Einkommensentwicklung bekräftigt und eine angemessene Erhöhung der Einkommen gefordert. Berlin dürfe nicht hinter der Entwicklung in allen anderen Bundesländern zurückbleiben.

Außerdem forderten die Delegierten eine Umkehr in der Personalpolitik des Landes, unter anderem durch eine Erweiterung des Einstellungskorridors, insbesondere im kommunalen Dienst, und die Übernahme von Auszubildenden. Speziell für den Bildungsbereich heißt es dazu in einer „Berliner Pädagoginnen und Pädagogen benötigen mehr Zeit für Kinder" betitelten Entschließung, dass das Land Berlin endlich für genügend junge Lehrerinnen und Lehrer sorgen müsse. Die bisherige Bildungspolitik des Senats sei nicht geeignet, den Berliner Kindern in Zukunft im Wettbewerb um gute Ausbildungs- und Studienplätze gute Startchancen zu gewährleisten. Zugleich warnen die Berliner Lehrergewerkschaften vor einer Abwanderung qualifizierter in Berlin ausgebildeter Lehrkräfte in andere Bundesländer, weil die Berliner Landesregierung nur noch Stellen im Angestelltenverhältnis mit deutlich geringerer Bezahlung anbietet.

Weitere Forderungen zielen u.a. auf die Übernahme eines modernen Tarifrechts in Berlin, auf zügige Beihilfebearbeitung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ab.