Das
Land Berlin will mittelfristig seine Beschäftigen nicht schlechter bezahlen als
andere Bundesländer. Das hat der Berliner Innensenator Ehrhart Körting beim
Gewerkschaftstag des dbb berlin am 23.04.2008 angekündigt. Die Angehörigen des
öffentlichen Dienstes von Berlin dürften nicht auf Dauer von der
Entwicklung im öffentliche Dienst der anderen Bundesländer abgekoppelt werden.
Eine Linearanpassung stellte Körting allerdings erst für 2010 in Aussicht. Für
2008 und 2009 müsse über Einmalzahlungen gesprochen werden.
Bild: Berlins Innensenator Körting will mittelfristige Angleichung de Bezüge
Allerdings werde es auch in Zukunft keine Übernahme der Bundesregelung in Berlin geben aber eine starke Anlehnung. Körting sprach sich dafür aus, den Wettbewerb, den die Föderalismusreform ermögliche, auch zu leben sowohl im Beamten- als auch im Tarifbereich. Für die Lehrer kündigte Körting die Geltung des TVL ab spätestens 2010 für alle an.
Das Leistungsprinzip sieht Körting im Berufsbeamtentum weitgehend verwirklich. Die Bestenauslese gelte nicht nur bei de Einstellung sondern auch bei Beförderungen. Die Vergabe von Leistungsprämien sei auch in Berlin möglich, finde aber offenbar zur Vermeidung verwaltungsinterner Diskussionen kaum Anwendung.
Als unentbehrlich bezeichnete Körting das Berufsbeamtentum. Eine Grundsatzdebatte in dieser Frage erübrige sich.
Zuvor
hatte dbb Chef Joachim Jetschmann dem Innensenator einen Forderungskatalog mit
den wichtigsten Eckpunkten für die Fortentwicklung des öffentlichen Dienstes in
Berlin präsentiert.
Im Einzelnen verlangt der dbb berlin:
Bild: Für die Übernahme der Bundesregelung plädiert der Berliner dbb Chef Joachim Jetschmann